aac austrian association of cinematographers

Verband Oesterreichischer Kameraleute

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Verheerende Entwicklungen beim FILM & TV KAMERAMANN und dem damit wohl eingeleiteten beschleunigten Niedergang gibt es leider zu berichten Die ganze Münchner Redaktion ist gekündigt, die Zeitschrift ist jetzt an einen Tochterverlag des Ebner-Verlags in Köln angegliedert und wird von da aus redaktionell betreut. Dies könnte zum "Todesstoß" für die führende Fachzeitschrift in unserer Branche werden. Damit verliert die Branche wahrscheinlich mittelfristig ein wertvolles Organ zur Information und Meinungsbildung: hier der offene Brief des BVK an den Verleger Eberhard Ebner:

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 The Prix Carlo di Palma for Best European Cinematographer 2015 für die Kameraarbeit bei "Ich seh ich seh"-  Goodnight Mommy von Severin Fiala und Veronika Franz ging an Martin Gschlacht. Die Jurybegründung lautete: “Every frame is created in the atmosphere of the film and strengthens its dramaturgy. These pictures are testimony to the huge visual sensitivity of the cinematographer.”

Herzliche Gratulation, Martin!

brossmannHEINZ BROSSMANN (1933-2015)


Es gibt Menschen, die nicht viel Aufhebens um die eigene Person machen, aber stets bereit sind sich für andere vorbehaltlos einzusetzen. Heinz Brossmann war eine solche Ausnahmeerscheinung, ein Mann mit Haltung und solidarischer Empathie.


Er konnte bereits auf eine beachtliche Karriere als Kameramann verweisen, in der er österreichische Film- und TV-Geschichte mitgeschrieben hatte, als er sich seiner eigentlichen Berufung, nämlich der praktischen Film- und Kameratechnik zuwandte, in der ihm kaum jemand das Wasser reichen konnte. Sein legendärer Geräteverleih „Cine Service“ wurde zum Dreh-und Angelpunkt der österreichischen Kameraleute und ihrer Assistentinnen und Assistenten. Kaum ein großes Filmprojekt, das nicht mit Gerätschaft aus seinem Leihpark durchgeführt wurde. Seine profunde Expertise in technischen Fragen hat vielen vor allem jungen Kameraleuten erst das nötige Rüstzeug gegeben, um den Anforderungen unterschiedlichster Filmvorhaben gewachsen zu sein. Demgemäß waren die Räumlichkeiten von „Cine Service“ damals bereits ein unverzichtbarer Ort der Kommunikation und persönlichen Begegnung für uns Kameraleute, da es ja sonst kaum Gelegenheiten gab die Kollegenschaft zu treffen.


Es es war daher naheliegend, dass Heinz einer der „Urväter“ der Gründung des Verbandes österreichischer Kameraleute AAC wurde, dessen notorische Umtriebigkeit sich in den ersten Jahren in den Räumlichkeiten seiner Firma entfaltete. Dabei stellte Heinz seine unglaubliche Großzügigkeit unter Beweis, indem er mit Selbstverständlichkeit dem neu gegründeten ersten Berufsverband von Filmschaffenden nach 1945 die Infrastruktur seines Unternehmens zur Verfügung stellte. Er wurde zum ersten und legendären Finanzreferenten des AAC, dem er mit seiner für ihn typischen Umsicht erst die ökonomische Basis bereitete, um die gewaltigen Vorhaben der Berufsvereinigung umzusetzen. Bekanntlich waren die Kameraleute die Initiatoren und Geburtshelfer für die erste kollektivvertragliche Absicherung von Filmschaffenden, für das lang ersehnte und längst fällige österreichische Filmförderungsgesetz und schließlich auch für die Schaffung der ersten Verwertungsgesellschaft für Filmschaffende VDFS. Heinz Brossmann hat, wie es seinem bescheidenen Naturell entsprach, im Hintergrund bei all diesen Initiativen wertvollste Pionierarbeit geleistet. Daher haben ihm nicht nur die Kameraleute sondern darüber hinaus alle Filmschaffenden dieses Landes viel zu verdanken.Er wurde dafür mit der Ehrenmitgliedschaft des AAC ausgezeichnet.


Als der AAC aufgrund des Vorschlages von Peter Kodera, eines weiteren wichtigen Pioniers der heimischen Cinematographie, seinen offiziellen Sitz ins Künstlerhaus verlegte, wurde daselbst auch eine eigene Filmsektion geschaffen, in der Heinz Brossmann ebenfalls aktiv werden konnte. Heinz Brossmann hat sein schweres Krebsleiden mit ungeheurer Tapferkeit und der ihm eigenen unbeugsamen Haltung ertragen. Am 21. Oktober hat er uns 82 jährig endgültig verlassen. Viele von uns haben einen guten und warmherzigen Freund verloren, wir alle aber einen Menschen, dem höchste Wertschätzung gebührt. Eine große Lücke bleibt zurück.


Kurt Brazda

Brossmann Ehrenmitgliedschaft 1

 

„ZUKUNFT.PROGRAMM.DISKUSSION – Kunst, Kultur und Medien im 21. Jahrhundert“

am Montag, 22. Juni 2015 (10:00-13:00 Uhr) im Parlament.

Anmeldungen (inkl. Auswahl Workshop) bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Die tiefere Reflexion und Bearbeitung von politischen Grundsatzfragen

kommt in der schnelllebigen Politik des Alltags oftmals zu kurz. 

Daher setzt der SPÖ-Parlamentsklub für 2015 einen Schwerpunkt auf politische Grundsatzfragen.

Im Bereich Kunst, Kultur und Medien startet diese Grundlagendiskussion

mit einer Auftaktveranstaltung.

 

Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Klubobmann und SPÖ-Mediensprecher Josef Cap

wird Kulturminister Josef Ostermayer eine Grundsatzrede zum Thema halten und 

SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel ihre Vorstellungen präzisieren.

 

Anschließend kommen Expertinnen und Experten in vier verschiedenen Workshopszusammen,

um über die bereichsspezifischen Herausforderungen und Barrieren des 21. Jahrhunderts zu diskutieren und 

wesentliche Fragen herauszufiltern, die dann im Herbst weiter zur Diskussion stehen werden. 

Das Ergebnis dieses offenen Prozesses soll auch in die Diskussion zu 

einem neuen SPÖ-Parteiprogramm einfließen.“

Mit freundschaftlichen Grüßen

Elisabeth Hakel                                                Josef Cap

SPÖ-Kultursprecherin                                  SPÖ-Mediensprecher