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Pressemitteilung des BVK – Berufsverband Kinematografie e.V.
München, 02.06.2016

Vergütungsurteil im „BOOT“-Prozeß:
Kameramann erhält hohe Nachzahlungen und muß auch zukünftig beteiligt werden

Am Donnerstag, den 2. Juni 2016, hat das Landgericht München I das Schlußurteil im Urheberrechtsprozeß des Oscar-nominierten Kameramannes Jost Vacano gegen die Bavaria Film und weitere Beklagte verkündet. Im Verfahren geht es um die Beteiligung des Bildgestalters an den Erträgen und Vorteilen der Firmen aus der Verwertung des Filmbestsellers "Das Boot".

Im nun ergangenen Urteil spricht das Gericht dem Kameramann erhebliche nachträgliche Vergütungen zu, welche Bavaria Film, WDR und EuroVideo zu leisten haben. Die Zahlungsverpflichtungen der drei Beklagten summieren sich auf rund 475.000 EUR. 

Die zukünftige Beteiligung des Bildgestalters hat mit einem Prozentsatz von 2,25% an den Nettoerlösen (Bruttoeinnahmen abzgl. USt. und eigene Lizenzkosten) der Beklagten zu erfolgen, wobei für Sendungen durch den mitbeklagten WDR Wiederholungsvergütungen entsprechend dem WDR-Tarifvertrag gezahlt werden müssen. Ansonsten käme es zu einer Ungleichbehandlung zwischen direkt für den Sender tätigen Urhebern und solchen, die über eine zwischengeschaltete Produktionsfirma tätig werden. Insoweit ist auch für den nicht unmittelbar vom Sender beschäftigten Kameramann die Wiederholungsvergütungs-Regelung des WDR die angemessene Beteiligungsgrundlage.

Der Prozeßbevollmächtigte des Klägers, RA Dr. Nikolaus Reber, weist darauf hin: „Gegen das Urteil kann von den Parteien Berufung zum Oberlandesgericht München eingelegt werden. Dies läßt befürchten, daß die Auseinandersetzung auch mit diesem Urteil noch nicht zu Ende ist.“

Der Geschäftsführer des Berufsverbands, Dr. Michael Neubauer, merkt an: „Unser Kollege Jost Vacano weiß nach elf Jahren (!) nun, was ihm aus der umfänglichen Nutzung des Filmerfolgs „Das BOOT“ noch zusteht. Das ist zu begrüßen. Unverständlich ist aber, daß man ihm den Anspruch auf Verzinsung nicht gezahlter Beteiligungen an den Erträgen und Vorteilen aus der Werknutzung abspricht. Das lädt Verwerter geradezu ein, Kreative nicht zu beteiligen, da sie – so diese Rechtsauffassung Bestand hat – keinerlei Sanktionen befürchten müssen, wenn sie Geld zurückbehalten, das den Urhebern zusteht. Wenn bei Verweigerung oder Verschleppung später keine Zinszahlung droht, fehlt jeder Anreiz, Urheber von vornherein angemessen zu beteiligen. Insofern stellt dieses Urteil für die Urheberseite auch ein großes Problem dar.“


Michael Neubauer

 http://www.kinematografie.org/aktuelles/index.php?aid=2173

WEITERE NEUIGKEITEN
http://www.mediabiz.de/film/news/boot-prozess-475-000-euro-fuer-kameramann-jost-vacano/407732

Der Vorstand von FC Gloria lädt Euch/Sie im Rahmen Eurer/Ihrer Funktion im Vorstand herzlich zu unserer Infoveranstaltung zum Thema
„Die Quotenberechnung nach Schwedischem Modell“ ein! 

17. Mai
um 18.30 Uhr
im ÖFI Sitzungsraum Anschl. Get Together 

 Dazu laden wir die Vorstände aller Verbände herzlich ein. 
Wir bitten um Weiterleitung und unbedingt um Voranmeldung bis 13.5.2016 unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quotendiskussionen werden in unserer Branche heftig diskutiert. Ablehnung resultiert
unserer Beobachtung nach oftmals aus Informationsbedarf über die konkreten Vorschläge
und ihre zu erwartenden Auswirkungen im Detail. Diese Veranstaltung hat zum Ziel, die
Emotionalität aus dem Diskurs zu nehmen und ihn auf eine faktische und sachliche Ebene
zu bringen.


Dazu laden wir die Vorstände aller Verbände (von SzenenbildnerInnen bis ProduzentInnen)
herzlich ein.


Aus organisatorischen Gründen bitten wir unbedingt um Voranmeldung bis 13.5.2016
unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!


Der Vorstand von FC Gloria
Barbara Albert, Karin Berghammer, Sandra Bohle, Wilbirg Brainin-Donnenberg, Katrina
Daschner, Sabine Derflinger, Nike Glaser Wieninger, Astrid Heubrandtner, Gabriele
Kranzelbinder, Nina Kusturica, Niki Mossböck, Katharina Mückstein, Barbara Pichler, Andrea
Pollach, Daniela Praher, Kathrin Resetarits, Natalie Schwager, Ebba Sinzinger, Claudia
Wohlgenannt, Ursula Wolschlager, Katharina Wöppermann

Zukunftswesende Gesprächeüber die ORF-Problematik mit Überlasserfirmen und die soziale Unsicherheit der KollegInnen sind brennendes Thema dieser zukunftsweisenden Treffen, die auch weitergeführt werden sollen.

 Hier ist der zur Diskussion stehende KV14 des ORF.

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