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Klaus Hütter2018-11-18T15:25:49+00:00
In MemoriamKlagenfurt† 24.Februar 2019
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Nachruf
Klaus Hütter

geb.: 2.April 1957 in Klagenfurt
gest.: 24.Februar 2019 in Klagenfurt

Der anerkannte und exzellente Fernseh-Kameramann Klaus Hütter ist nicht mehr. Er starb am 24. Februar 2019 in Klagenfurt. Eine heimtückische Krankheit holte den sympathischen Kollegen viel zu früh von der Kamera weg. Er war erst im 62. Lebensjahr und hatte, wie er seinem um drei Jahre jüngeren Bruder sagte, „noch so viel vor“.

Klaus Hütter maturierte 1975 in Klagenfurt, begann in Graz Medizin zu studieren und dann später auch Jus in Salzburg. Beide Studien waren nicht seine Leidenschaft. Erst das Studium der Medienkommunikation an der jungen Universität in Klagenfurt weckte seine Begeisterung. Als Kameramann fand er seine wirkliche Berufung.

Zuerst heuerte er beim ersten privaten TV-Pionier Tele Uno im italienischen Tarvis an. Von dort aus ging es über eine Teamvermietungsfirma nach Oberösterreich. Ende der 1980er Jahre, als das Regionalfernsehen in Österreich begann, war er einer der ersten Stunde.

Aus dieser Zeit durfte ich ihn kennen und schätzen lernen und von seinem Können auch lernen. Wir wurden wirklich gute Freunde. Er hatte nie und nimmer ein Konkurrenzdenken. Das zeichnete Klaus aus. Alle, die mit ihm arbeiteten, erlebten einen freundlichen und offenen Menschen. Grantig wurde er nur, wenn Ungerechtigkeit und Unprofessionalität entstanden. Seine soziale und fachliche Kompetenz brachte so manche Produktion wieder ins Lot und ihm Anerkennung.

In unzähligen Ü-Wagen- und Studioproduktionen für Sport, Unterhaltung und Kultur konnte er seine Leidenschaft ausleben. Das macht ihn wirklich glücklich. Doch er war auch ein Mensch, der über unseren beruflichen Tellerrand hinaus sah, einerseits ein blendender Unterhalter war und andererseits sich aber auch ernste Gedanken machte. In Linz diskutierten wir viele Abende über alles und sogar noch mehr… Es waren oft lange Abende, aber jeder von diesen war ein Genuss.

Nach knapp 10 Jahren kehrte in sein Kärnten zurück, arbeitete dort. Und doch trafen wir uns immer wieder bei Produktionen irgendwo im Lande.

Ich sag es, wie ich es empfinde. Er war ein Sonnenschein und so wird er mir in Erinnerung bleiben.

Danke und Adieu!

Claus Muhr

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