INHALTE UND FRAGESTELLUNGEN:
Die Anzahl der Neuen Selbständigen und insbesondere der Solo-Selbständigen im Kunst
und Kulturbereich wächst stetig. Schlechte Bezahlung, unzumutbare Arbeitsbedingungen,
Prekariat und unzureichende soziale Absicherung prägen den Arbeitsalltag dieser
Gruppe.
Die im September 2022 von der EU-Kommission verabschiedeten „Leitlinien zu
Tarifverträgen für Selbständige“, ermöglichen solo-selbständigen Künstler*innen
theoretisch die kollektive Aushandlung angemessener Arbeitsbedingungen, ohne dabei
gegen das EU-Wettbewerbsrecht zu verstoßen.
Aber: Welche Möglichkeiten bietet die Umsetzung dieser Leitlinien tatsächlich? Sind sie
eine reale Chance auf eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Solo
Selbständige im Kunst und Kulturbereich? Auf welche Gruppen lassen sie sich anwenden?
Was wären notwendige erste Schritte?
Bei dieser Veranstaltung wollen wir die Ist-Situation aus juristischer und
wirtschaftspolitischer Sicht beleuchten und vor allem die Bedürfnisse der
Betroffenen feststellen, Möglichkeiten der Umsetzung ausloten und
Solidarisierungskonzepte entwerfen:
• Wie können sich solo-selbständige Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen
organisieren?
• Welche Hilfestellungen können dabei aus dem gewerkschaftlichen Bereich kommen?
• Welche Strukturen können mit Hilfe einer gewerkschaftlichen Vertretung für Solo
Selbständige geschaffen werden?
• Wie kann durch diese Strukturen die Verhandlungsposition gegenüber
Auftraggeber*innen gestärkt werden?
• Wie könnten diesbezügliche Kooperationen zwischen Berufsverbänden/IGs und der
Gewerkschaft aussehen?
• Welche speziellen Formen der Vernetzung können geschaffen werden?
BITTE UM VORANMELDUNG BIS MO, 06. NOVEMBER 2023
AN: nadja.puttner@vidaflex.at